«Mit Coworking testen wir neue Marktzugänge und flexibles Arbeiten»

Coworking Experience Baloise

Die Basler Versicherung stellt die Arbeitswelt infrage. Ihr neues Selbstverständnis: #worklifebaloise. Dazu gehört auch flexibles Arbeiten in Coworking Spaces. Im Rahmen eines Pilotprojekts probieren Mitarbeitende der Basler Versicherung Coworking aus. Ein Gespräch mit zwei eingespielten Baloise-Coworkern: Roland von Bülow, Key Account Manager Broker / Key Accounts, und Adrian Kunz, Kundenberater.

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Roland, Adrian, was schätzt ihr am Coworking?

Roland: Die Atmosphäre, die Offenheit und den Austausch mit neuen Leuten. Aber auch das etwas spannendere Umfeld, als das reine Versicherungsumfeld (lacht). Nein, im Ernst: Beim Coworken treffe ich auf Branchen, von denen ich vorher nicht einmal wusste, dass es sie gibt.

Adrian: Mit gefällt die Abwechslung, das Ausbrechen aus den vier Wänden. Ich geniesse die lockere Atmosphäre, in der ich mit Leuten sehr einfach ins Gespräch komme. Ich lerne neue Denkweisen kennen. Und komme in Netzwerke rein, zu denen ich sonst keinen Zugang gehabt hätte.

Was bringt Coworking?

Adrian: Ein Coworking Space ist ein professionelles, inspirierendes Arbeitsumfeld. Ich arbeite produktiv und lerne spannende Menschen kennen. Für Arbeitgeber bringt Coworking mehr Sichtbarkeit: Im Coworking Space präsentiere ich mich jeweils als Kundenberater der Basler Versicherung. Das macht unsere Versicherung sichtbarer auf dem Markt und positioniert sie als zukunftsorientierte Arbeitgeberin.

Roland: Ich kann dort arbeiten, wo ich gerade bin und vermeide so das Pendeln. Durch den Austausch mit anderen Coworkern entwickle ich zudem kreative Ideen für mein Unternehmen. Ich komme mit Personen ins Gespräch, die in anderen Branchen und Projekten arbeiten. Das gibt neues Wissen und andere Herangehensweisen, die ich wiederum in unsere Projekte einbringen kann. Für Unternehmen sehe ich vor allem Potenzial bei den Kooperationen, die sich in einem Coworking Space ergeben können. Spannend dabei ist die Möglichkeit, unseren Kunden eine Dienstleistung oder Expertise anzubieten, die bei uns inhouse nicht vorhanden sind. Bei der Baloise arbeiten wir zum Beispiel für das Krisenmanagement mit einem kleinen Unternehmen zusammen, das ich beim Coworken kennengelernt habe.

Was braucht es, damit Mitarbeitende ein Coworking-Angebot nutzen?

Roland: Es braucht motivierte Mitarbeitende und Vorgesetzte, die bereit sind, mitzumachen. Und es braucht flexible Strukturen. Auch eine Sensibilisierung und klare Botschaften (Arbeit kann auch anders sein) innerhalb des Unternehmens helfen. Viele wissen heute noch nicht, was Coworking ist und wie es funktioniert.

Welche Herausforderungen seht ihr im Coworking?

Roland: Keine. Zumindest nicht für meine Tätigkeit bei der Baloise. Als Privatperson habe ich mich aber auf ein spannendes Abenteuer eingelassen: Ich baue zurzeit einen Coworking Space in meinem Dorf auf. Das sind ganz neue Aufgaben – und eine positive Herausforderung. Dank meiner Erfahrung als Coworker unterstütze ich den Gemeinderat und die Einwohner*innen meiner Gemeinde beim Aufbau des Spaces.

Adrian: Zusammenarbeit, Organisation, Technik und Selbstdisziplin – das sind für mich die grössten Herausforderungen. Als Kundenberater tausche ich mich oft mit Fachspezialisten und Schadenabteilungen aus. Dazu braucht es von meinem Arbeitgeber gute, reibungslos funktionierende Kanäle. Damit ich produktiv arbeiten kann, muss ich mich zudem für einen Coworking-Tag gut vorbereiten: An welchen Aufgaben werde ich arbeiten, welche Materialien und IT-Programme brauche ich dazu? Produktiv coworken setzt auch Disziplin voraus. Ich muss meine Aufgaben priorisieren und auf meinen Coworking-Tag abstimmen – damit ich meine (Absatz-)Ziele als Kundenberater trotzdem erreiche (lacht).

Eure Tipps für Arbeitgebende und Mitarbeitende, die den Schritt zum Coworking noch nicht gewagt haben?

Adrian: Ausprobieren, über einen längeren Zeitraum. Wenn man Coworking nicht testet, kann man es nicht beurteilen.

Roland: Coworking in der Nähe des Wohnorts testen. Und, mein ganz persönlicher Ratschlag: Auch Coworking Spaces in ländlichen Regionen besuchen. Diese Spaces sind oft persönlicher als die grossen «Shared-Offices» in urbanen Zentren und haben eine starke Community.

Welche Rolle spielt eine Community (Gemeinschaft) für Coworking?

Roland: Der Aufbau einer Community ist für Coworking Spaces «matchentscheidend». Nur so kann sich ein Space von anderen Gemeinschaftsbüros unterscheiden, von denen es mittlerweile zahlreiche unterschiedliche Formen gibt.

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Roland von Bülow und Adrian Kunz im Effinger Coworking Space in Bern.

Über die VillageOffice Coworking Experience der Baloise

Von März bis September 2019 testen zehn Mitarbeitende der Basler Versicherung Coworking. Sie können dazu in den schweizweit rund 60 VillageOffice Partner Spaces arbeiten.

VillageOffice begleitet die Baloise-Coworker in dieser Pilotphase und berät sie zu mobil-flexiblem Arbeiten. Die Basler Versicherung will mit diesem Pilotprojekt innovative Arbeitsformen fördern und gleichzeitig die Möglichkeiten für neue Marktzugänge testen.

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