Menschenzentriertes Ökosystem

VillageOffice stärkt lokale Partnerschaften

Von der Jugendkulturfabrik zu smarten Konzepten – als VillageOffice Mitgründer nehme ich dich mit dieser Geschichte auf meine Reise mit zur Stärkung menschenzentrierter Ortsentwicklung. Und erkläre, was VillageOffice mit Kooperation, Ökosystem und lokaler Verankerung zu tun hat. Ein Gedanken-Experiment.

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«Ich durfte in den letzten 12 bis 24 Monaten viel über Schweizer Ortschaften, politische Stärken und auch Eigenheiten lernen. Vieles davon widerspiegelt sich auch in der Erfahrung als Teenager, als ich mit 17 Jahren eines der ersten Jugendparlamente im Kanton Zürich mitprägte und eine Jugendkulturfabrik mit Freunden initiierte. Dazumal begleitet durch die offene Jugendarbeit. Mit derselben war ich Teil eines Pilotprojektes für eine gesundheitsfördernde Jugendpolitik im Kanton Zürich und kam so auch auf den Geschmack der Politik. Ich habe die nationale und regionale Jugendsession mitverantwortet und an Nord-Süd-Konferenzen teilgenommen.

Vom Public-Private-Partnership Modell zu smarten Konzepten

Als ich Jahre später mit dem Gemeindepräsidenten von Münchwilen Guido Grütter in Kontakt kam und wir uns über genau diese Themen austauschten, wurde mir klar, wie stark die VillageOffice Genossenschaft den Nerv unseres Staatswesen trifft: mit ihrem Namen (Dorf vor Büro), ihrer Vision (#arbeitewodulebst = innert 15 Minuten mit Velo oder ÖV am Arbeitsplatz), ihrem partnerschaftlichen Modell zur Initiierung weiterer VillageOffice Coworking-Partner (Phasenmodell) und ihrer kooperativen Haltung. Guido Grütter, auch Kantonsrat und Präsident der Regio Wil, war damals bei PPP Schweiz engagiert. Ein Verein, der sich für das Public-Private-Partnership Modell einsetzte und die aktive Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlichen Körperschaften förderte. Ich schreibe in der Vergangenheitsform, weil der Verein im Frühjahr 2019 sein Ziel erreicht und seine Tätigkeit beendet hat. Das PPP-Modell ist in der Schweiz heute sehr gut verankert. Nun kommen neue Ansätze auf, die Gemeinsamkeiten mit dem PPP-Modell haben.

Dazu zähle ich zum Beispiel die smarten Konzepte, zu denen auch VillageOffice gehört. Beim Begriff «smart» geht es im Kern um den Menschen (Smart City Rad) und wie er seine eigene Lebensqualität verbessern kann. Es braucht Lösungen und das kooperative Zusammenwirken von unterschiedlichen Parteien. Hier setzen smarte Konzepte für Städte, Gemeinden und Regionen an. VillageOffice war und ist nie «nur» Coworking. Das VillageOffice-Modell baut auf dem Coworking-Trend auf und fokussiert darauf, die belebten Coworking Spaces in einem kooperativen Ökosystem als Genossenschaft zu stärken. Daran arbeiten wir auf unternehmerische Art und Weise jeden Tag und teilen die Erfahrungen mit den Genossenschaftern für den Aufbau von lokal verankerten und belebten Coworking Spaces eingebunden in lokale Dienstleistungen und Netzwerke.

Stärkung des Ökosystems von innen

Beim Begleiten des Städtchens Lichtensteig im Toggenburg und vielen weiteren Ortschaften hat sich bestätigt, wie wichtig die Stärkung eines Ökosystems ist. Es geht nicht nur um die Dienstleistung einer Plattform, wie VillageOffice sie bieten kann. Es geht darum, mit einem VillageOffice Coworking Space das lokale Ökosystem partnerschaftlich voranzubringen. Über alle Funktionen eines Ortes betrachtet, nenne ich dies menschzentrierte Ortsentwicklung. Ein Ansatz, den auch die smarten Konzepte voranbringen. Mir, und auch VillageOffice, ist es dabei ein Anliegen, dass wir auch die Brücke zur nachhaltigen Entwicklung schlagen. Eine Haltung, die wir mit VillageOffice in vielen Gemeindeprojekten bisher auch bestätigt sahen, unabhängig von der politischen Prägung der Entscheidungsträger. Eine nachhaltige Entwicklung ist in allen angelegt. Darum springen die einseitigen Plattform-getriebenen Digitalisierungsprojekte zu kurz. Denn im Plattform-Business gewinnt der Stärkste und nicht das vitalste, lebendigste Ökosystem. Deshalb ist VillageOffice seit Beginn mit Coworking Switzerland, RegioSuisse und Akteuren aus der Arbeitswelt verbunden. Zum Beispiel mit der Work-Smart-Initiative und einem eigenen Pilotjahr für Unternehmen, das von der Universität St. Gallen ausgewertet wurde.

VillageOffice begleitet Gemeinden in ihrem Vorhaben, ein privat betriebener VillageOffice Coworking Space zu lancieren. Die Gemeinde hilft dabei, die nötige lokale Vernetzungsdichte zu erreichen, eine Zwischennutzung umzusetzen und einen definitiven, passenden Standort zu finden. Die private Seite hilft, das Coworking-Angebot zu verankern, in dem eine freiwillige, lokale Spurgruppe, Einzelpersonen und/oder lokale Partner sich als Sozial-Unternehmer*innen zusammentun und sich engagieren.

VillageOffice an der nationalen Mobilitätskonferenz

Die Stärkung der Innenentwicklung und Ortsidee, aber auch die Umsetzung eines städtebaulichen Leitbildes mit der Orts- und Raumplanung sind Themen, die im Ökosystem von VillageOffice gelöst werden. Am 29. August 2019 werden VillageOffice Partner David Brühlmeier und ich als Associate Partner der «IVO Innenentwicklung» an der ersten nationalen Mobilitätskonferenz teilnehmen und eine Open Session zu «Arbeite und engagiere Dich, wo Du lebst» durchführen. Wir freuen uns auf den Austausch und auf das gemeinsame Vorantreiben von smarten Konzepten.»

Bild: Boris Smokrovic, Unsplash

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